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Dies ist eine mikroskopisch kleine Verletzung, die die natürlichen Reparaturfähigkeiten des Knochengewebes übersteigt.
Der zugrundeliegende Pathomechanismus besteht in einer groben Störung des normalen Prozesses der Knochenumstrukturierung. Die Aktivität der Zellen, die altes Knochengewebe abbauen, um es zu erneuern, übersteigt vorübergehend die der Zellen, die neuen Knochen aufbauen. Infolgedessen können sich die Knochenbälkchen nach einer Belastung nicht rechtzeitig regenerieren.
Im Knochen beginnen sich multiple Mikrofrakturen anzusammeln, die mit der Zeit zu einer vollständigen Frakturlinie konfluieren. Stressfrakturen des Kreuzbeins bei älteren Menschen nehmen im Kontext von Beckentrauma eine besondere Stellung ein. Sie treten häufig im Zusammenhang mit stark ausgeprägter Osteoporose bereits beim normalen Gehen auf, wenn der zerbrechliche Knochen einfach das Gewicht des eigenen Körpers nicht trägt.
Das heimtückische Merkmal dieser Pathologie ist ihr allmählicher und unauffälliger Beginn. Schmerzen treten ausschließlich bei körperlicher Belastung auf und verschwinden vollständig in Ruhe, neigen jedoch mit der Zeit zu einer stetigen Verschlimmerung und werden konstant. Die Schwellung ist in der Regel lokal und bildet kein charakteristisches Hämatom.
In den frühen Stadien (innerhalb der ersten Wochen) bleiben solche Frakturen auf Standardröntgenbildern oft unsichtbar. Der Goldstandard der frühen Diagnostik ist die Magnetresonanztomographie, die das Knochenmarködem deutlich zeigt. Die Behandlung ist konservativ und erfordert eine längere Entlastung der betroffenen Extremität durch den Gebrauch von Krücken.
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