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Jeder Spinalnerv wird durch die Verschmelzung von vorderen (motorischen) und hinteren (sensorischen) Wurzeln gebildet. Diese Strukturen verlassen die Wirbelsäule durch enge Zwischenwirbellöcher. Die häufigste Ursache ihrer Schädigung ist der Diskus-Medulla-Konflikt – eine physische Kompression der Wurzel durch einen Bandscheibenvorfall.
Bei akuter Kompression wird der venöse Abfluss innerhalb der Wurzel sofort gestört, was zu lokalem Ödem und Gewebehypoxie führt. Hinzu kommt eine aseptische Immunentzündung, die durch den Kontakt des Nervs mit dem Pulpakern der Scheibe verursacht wird. Diese Prozesse blockieren den normalen axoplasmatischen Fluss innerhalb der Nervenfaser, was zur Störung der Signalweiterleitung führt.
Für Radikulopathie ist eine klassische klinische Trias von Symptomen charakteristisch. Erstens gibt es akute, stechende oder brennende Schmerzen, die streng entlang des Innervationswegs eines bestimmten Nervs (Dermatom) ausstrahlen. Zweitens treten sensorische Störungen in Form von Taubheit oder Parästhesien in der gleichen Zone auf. Drittens entwickeln sich motorische Störungen in Form von Schwäche bestimmter Muskelgruppen (Myotom) und verminderten Sehnenreflexen.
Die Diagnose wird obligatorisch durch Magnetresonanztomographie bestätigt, die die Kompressionsstelle visualisiert, und durch Elektroneuromyographie, die das Ausmaß der Faserschädigung bewertet. Die Behandlung beginnt mit der Kontrolle der Entzündung durch medikamentöse Blockaden, und bei deren Ineffektivität ist eine chirurgische Entfernung der Hernie oder des Osteophyten erforderlich.
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