Pulpanekrose (lat. necrosis pulpae) ist ein Zustand des irreversiblen Absterbens der Weichgewebe des Zahns, begleitet von der Einstellung des Blutflusses und der Nervenaktivität. Pulpanekrose kann durch Infektionen oder durch den Einfluss thermischer, chemischer oder mechanischer Faktoren entstehen.
Bei Nekrose zerfällt das Pulpagewebe unter dem Einfluss bakterieller Enzyme. In der geschlossenen Zahnhöhle führt dieser Prozess zur Anhäufung toxischer Zersetzungsprodukte. Da keine schützenden Blutzellen mehr in die Kavität gelangen, vermehren sich Bakterien ungehindert im Zahn und machen ihn zu einer permanenten Infektionsquelle für den gesamten Körper.
Ein Zahn mit nekrotisierter Pulpa zeigt häufig keine Schmerzreaktion auf Kälte oder Hitze mehr, was ein trügerisches Gefühl der Besserung vermittelt. Jedoch breitet sich die Infektion von der nicht lebensfähigen Pulpa unvermeidlich auf die periapikalen Gewebe aus und führt dort zu Entzündungen. Ein häufiges Zeichen für Nekrose ist die Verfärbung der Zahnkrone, die grau oder matt wird.
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