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Auch bekannt als: Alveolarknochen, Alveolarfortsatz des Oberkiefers, Alveolarteil des Unterkiefers
Der Alveolarfortsatz (lat. processus alveolaris) ist ein anatomischer Teil des Kiefers, der die Zähne trägt und die knöchernen Zahnfächer (Alveolen) bildet. Diese Struktur ist funktionsabhängig: Sie entwickelt sich während des Zahnwachstums und erfährt nach deren Verlust eine allmähliche Atrophie.
Der Alveolarfortsatz besteht aus einer äußeren und inneren Kortikalplatte, dazwischen befindet sich eine schwammartige Substanz. Bei chronischen Entzündungsprozessen an der Wurzelspitze der Zähne (apikale Parodontitis) wird der Alveolarknochen zerstört und durch Granulationsgewebe ersetzt. Bei reaktiven Prozessen, wie der kondensierenden Osteitis, wird der Knochen dichter.
Der Zustand des Alveolarfortsatzes wird mittels Röntgendiagnostik beurteilt und ist ein wesentlicher Faktor bei der Diagnose von Karieskomplikationen. Die Erhaltung der Höhe und Dichte des Alveolarfortsatzknochens ist sowohl für die Stabilität der Zähne als auch für die Durchführbarkeit künftiger Zahnimplantate bei vorliegendem Gewebeverlust wichtig.
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