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Demineralisierung der Zähne

Auch bekannt als: Mineralverlust, Schmelzzerstörung, Auflösung von Mineralien

Die Demineralisierung von Zähnen (lateinisch demineralisatio) ist der Prozess der Auslaugung anorganischer Substanzen (Kalzium, Phosphor) aus der Zahnhartsubstanz unter Einwirkung von Säuren. Dieser Prozess ist das Anfangsstadium der Schmelzzerstörung und der Bildung kariöser Defekte.

Ätiologie und Pathophysiologie

Bei neutralen pH-Werten (≈7) befinden sich die Prozesse der Demineralisierung (Auflösung von Mineralstoffkristallen) und Remineralisierung (teilweise oder vollständige Wiederherstellung von Mineralstoffkristallen) von Schmelz und Dentin im Gleichgewicht.

Der Demineralisierungsprozess setzt ein, wenn der pH-Wert an der Zahnoberfläche unter einen kritischen Wert (pH=5,2-5,5) fällt. Säuren, die von Plaquebakterien produziert oder mit der Nahrung aufgenommen werden, lösen Hydroxylapatitkristalle auf. Es bilden sich Mikroporen in der Schmelzstruktur, die die optischen Eigenschaften des Zahnschmelzes verändern und zu einem Verlust an Härte führen.

Klinische Bedeutung

Die anfängliche Demineralisierung erscheint als weißer, matter Fleck auf der Zahnoberfläche, der nach dem Trocknen sichtbar wird. In diesem Stadium gilt der Prozess als reversibel: Bei rechtzeitiger Beseitigung des Säurefaktors und einer remineralisierenden Therapie kann der Zahnschmelz seine Dichte ohne chirurgischen Eingriff wiedererlangen.

Erwähnt in

Zahnkaries: Ätiologie, Anatomie, Klassifikation, klinisches Bild, Therapie
April 14, 2025 · 13 min lesen
Veremeychik D. Veremeychik D. · April 14, 2025 · 13 min lesen

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