Stimmgabeltests sind klassische Standardverfahren der Audiometrie (Prüfung des Gehörs), die mit einem Satz medizinischer Stimmgabeln durchgeführt wird. Diese Tests sind ein wesentlicher Bestandteil der HNO-Untersuchung und dienen der Schnelldiagnostik und vor allem der Unterscheidung zwischen den Formen der Schwerhörigkeit.
Das Hauptziel von Stimmgabelprüfungen ist nicht der Grad des Hörverlusts, sondern eine Differentialdiagnose zwischen Schallleitungsschwerhörigkeit (Störung der Schallleitung) und Schallempfingungsschwerhörigkeit (Schädigung des Schallempfangsapparats).
Die Methode basiert auf dem Vergleich der Wahrnehmung bei der Übertragung von Schall auf zwei Wegen:
Für die Untersuchung wird ein Satz Stimmgabeln verwendet, meist C₁₂₈ (zur Beurteilung der Vibrationsempfindlichkeit) und C₅₁₂ (für die grundlegenden Rinne- und Weber-Versuche, da seine Frequenz im Sprachbereich liegt).
Es gibt mehrere klassische Tests, die einen Gesamtüberblick über den Zustand des Hörorgans verschaffen.
Trotz der Fortschritte in der Audiometrie bleiben Stimmgabeltests eine unverzichtbare Methode zur schnellen Beurteilung des Hörvermögens direkt am Krankenbett oder unter ambulanten Bedingungen. Sie ermöglichen es dem Arzt, sofort und noch vor apparativer Untersuchung qualitativ hochwertige Informationen über die Form der Schwerhörigkeit zu erhalten. So weisen zusammen ein negativer Rinne-Befund und eine Lateralisation in Weber-Versuch auf der betroffenen Seite eindeutig auf eine Schalleitungsstörung hin. Die Ergebnisse der Stimmgabeltests helfen bei der Interpretation der Augiogrammbefunde und sichern ein umfassendes Bild vom Hörvermögen des Patienten.
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