Der Rachen ( Pharynx) ist ein muskulärer, trichterförmiger Kanal, der die Verbindung zwischen Nasen- und Mundhöhle einerseits und Kehlkopf und Speiseröhre andererseits herstellt. Es handelt sich um eine besondere anatomische Region, in der sich die Atemwege und der Verdauungstrakt überkreuzen und die gleichzeitig zu beiden Systemen gehört.
Der Rachen erstreckt sich von der Schädelbasis bis etwa zur Höhe des 6. Halswirbels, wo er in die Speiseröhre übergeht. Seine Wände bestehen aus Muskeln, die ihn zusammenziehen (Schlundschnürer) und anheben und somit den komplexen Schluckakt ermöglichen.
Man unterscheidet drei Abschnitte des Pharynx, von denen jeder seine eigenen strukturellen und funktionellen Besonderheiten aufweist.
Das sind:
Der Rachen erfüllt aufgrund seiner Struktur und Lage mehrere lebenswichtige Funktionen.
Dies sind:
Der Rachen ist Ursprungsort der verschiedensten Krankheiten. Am häufigsten sind akute und chronische Entzündungsprozesse wie Pharyngitis (Schleimhautentzündung), Tonsillitis (Angina tonsillaris) und Adenoiditis. Eine Tonsillenhyperplasie kann die Atemwege verlegen und zu Hörstörungen führen. Außerdem ist der Rachen ein häufiger Ort für Fremdkörper. In der Onkologie zählen bösartige Neubildungen, vor allem Plattenepithelkarzinome, zu den wichtigsten pharyngealen Erkrankungen, deren Entstehung eng mit Rauchen, Alkoholkonsum und HPV-Infektionen zusammenhängt.
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