Die Otoskopie (von altgriechisch οὖς „Ohr“ und σκοπέω „betrachten, untersuchen“) ist die häufigste Methode der körperlichen Untersuchung in der Hals-Nasen-Ohren-Heilkunde und bezeichnet die Betrachtung des äußeren Gehörgangs und des Trommelfells. Es handelt sich um ein nicht-invasives, schnelles und aussagekräftiges Verfahren, ein „Goldstandard” für die Diagnose der meisten Erkrankungen des Außen- und Mittelohrs.
Beim Verfahren kommt ein spezielles Gerät zum Einsatz – ein Otoskop – oder ein Ohrtrichter und eine Stirnlampe (Stirnreflektor). Die Otoskopie ist eine Routineuntersuchung nicht nur für HNO-Ärzte, sondern auch für Kinderärzte, Internisten und Allgemeinmediziner.
Für die Otoskopie wird ein Otoskop verwendet, ein batterie- oder akkubetriebenes Handinstrument mit Lampe, integrierter Lupe und einem austauschbaren Ohrtrichter. Die Wahl des Trichters erfolgt je nach den anatomischen Verhältnissen beim Patienten.
Die Untersuchungstechnik beinhaltet folgende Schritte:
Eine genauere Untersuchung (Ohrmikroskopie) wird vom HNO-Arzt mit einem Operationsmikroskop durchgeführt, das eine Betrachtung der Ohrstrukturen unter starker Vergrößerung ermöglicht.
Mit der Otoskopie lassen sich mehrere wichtige Parameter beurteilen, anhand derer eine Diagnose gestellt wird.
Strukturen und Merkmale:
Die Otoskopie ist das Standardverfahren für häufige Erkrankungen wie akute und chronische Otitis media, Otitis externa, exsudative Otitis, Zeruminalpfropf, Fremdkörper und traumatische Verletzungen des Trommelfells. Die Befunde sind wegweisend für das weitere Vorgehen: Notwendigkeit von Antibiotika, Ohrentropfen bzw. medizinischen Maßnahmen (Ohrreinigung, Parazentese) oder ob zusätzliche Untersuchungen wie Audiometrie oder Computertomographie gemacht werden müssen.
Link erfolgreich in die Zwischenablage kopiert
Ich danke Ihnen!
Ihre Nachricht wird gesendet!
Unsere Experten werden sich in Kürze mit Ihnen in Verbindung setzen. Wenn Sie weitere Fragen haben, kontaktieren Sie uns bitte unter info@voka.io