Mukopurulenter Ausfluss stellt pathologisches Sekret aus Schleim und Eiter dar. Er entsteht auf den Schleimhäuten infolge eines Entzündungsprozesses, der in der Regel durch eine bakterielle Infektion verursacht wird. Äußerlich handelt es sich um eine zähflüssige, trübe Flüssigkeit von gelblicher, grünlicher oder grauer Farbe.
Dies ist ein wichtiges klinisches Symptom, das häufig auf eine sekundäre bakterielle Infektion als Ergänzung zu einer ursprünglichen viralen oder allergischen Entzündung hinweist. Es zeugt davon, dass das Immunsystem aktiv gegen pathogene Bakterien kämpft.
Mukopurulenter Ausfluss bildet sich in zwei Stufen. Zunächst reagieren die Becherzellen der Schleimhaut auf einen Reiz (z. B. einen Virus) mit einer verstärkten Produktion von Schleim – einem zähflüssigen Sekret mit Schutzfunktion. Dieses Sekret ist mukös (d. h. schleimig).
Eine bakterielle Infektion löst die zweite Phase aus. Das Immunsystem sendet eine große Anzahl von Neutrophilen (Blutzellen, die Bakterien absorbieren und zerstören) zum Entzündungsherd. Durch das massenhafte Absterben von Neutrophilen, Bakterien und beschädigten Gewebezellen entsteht Eiter. Die Vermischung des ursprünglichen Schleims und des neu gebildeten Eiters ergibt mukopurulenten Ausfluss.
Die Beschaffenheit des Sekrets ist ein wichtiges diagnostisches Kriterium, anhand dessen die Form der Erkrankung und die Behandlungstaktik bestimmt werden können. Der Nachweis von schleimig-eitrigem Exsudat ist häufig Anlass für die Einleitung einer antibakteriellen Therapie.
Dieses Symptom kann bei verschiedenen Erkrankungen auftreten:
Mukopurulenter Ausfluss sollte von anderen Formen von pathologischem Sekret unterschieden werden. Seröses Exsudat weist eine andere Konsistenz und Farbe auf (dünnflüssig und transparent). Das rein schleimige Sekret ist weißlich bis transparent, während der mukopurulente Ausfluss wegen der Eiterbeimischung stets gelb oder grünlich ist. Das hämorrhagische (sanguinöse) Sekret enthält Blutbeimengungen.
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