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Malassez-Epithelzellreste

Auch bekannt als: Malassez-Epithelreste

Malassez-Epithelreste sind mikroskopisch kleine Ansammlungen oder Stränge von Epithelzellen, die im parodontalen Ligament nach Abschluss der Zahnwurzelbildung verbleiben. Sie stellen Fragmente der embryonalen Wurzelscheide (Hertwigsche Scheide) dar.

Ätiologie und Pathophysiologie

Normalerweise bleiben diese Zellen in einem ruhenden Zustand, ohne jegliche Aktivität. Bei der Entwicklung einer chronischen Entzündung an der Wurzelspitze (apikale Parodontitis) können bakterielle Stoffwechselprodukte diese Zellen zur Teilung anregen. Die aktive Vermehrung der epithelialen Reste ist ein Schlüsselfaktor bei der Bildung der Auskleidung einer radikulären (Wurzel-) Zyste.

Klinische Signifikanz

Das Verständnis der Rolle der Malassez-Epithelreste ist für die Diagnose von Zysten von entscheidender Bedeutung.

Malassez-Epithelreste können Faktoren sezernieren, die Knochengewebe resorbieren. Bis heute gibt es keine direkten Beweise dafür, ob sich die epitheliale Auskleidung einer Zyste nach einer herkömmlichen Wurzelkanalbehandlung ohne chirurgischen Eingriff zurückbilden kann. In Anbetracht der möglichen pathogenetischen Mechanismen könnte das Epithelwachstum nach Beseitigung des stimulierenden bakteriellen Faktors, wie zum Beispiel nach einer endodontischen Behandlung, zum Stillstand kommen. Anschließend kann sich die Epithelauskleidung verdünnen oder verschwinden, sodass die Voraussetzungen für eine Heilung geschaffen werden. Wenn keine Heilung der periapikalen Läsion erfolgt, wird eine Zystenentfernung (Zystektomie) durchgeführt.

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