Lymphadenitis (lat. lymphadenitis) ist eine Entzündung der Lymphknoten, die als sekundäre Reaktion auf einen primären Infektionsherd auftritt. In der Zahnheilkunde entwickelt sich Lymphadenitis meist als Komplikation akuter Entzündungsprozesse, wie beispielsweise eines apikalen Abszesses, einer Periostitis oder Kieferosteomyelitis.
Mit der Ausbreitung der Infektion gelangen Mikroorganismen, deren Giftstoffe und Gewebeabbauprodukte in die Lymphbahnen und erreichen die nächstgelegenen Lymphknoten (meist submandibulär oder zervikal). Der regionale Lymphknoten fungiert als Filter, der Krankheitserreger auffängt, was zu Schwellung, Vergrößerung und Schmerzen aufgrund der Kapselspannung führt.
Vergrößerte und feste regionale Lymphknoten weisen darauf hin, dass die Abwehrkräfte des Körpers aktiv gegen die Ausbreitung der Infektion über die Mundhöhle hinaus kämpfen. Der Zustand der Lymphknoten hilft dem Arzt, die Schwere der Erkrankung zu beurteilen. Lymphadenitis bildet sich in der Regel von selbst zurück, nachdem die Ursache im betroffenen Zahn beseitigt und der eitrige Herd entfernt wurde.
Bei der Erkennung vergrößerter regionaler Lymphknoten ist eine gründliche Differenzialdiagnose erforderlich, da die Ursache nicht nur eine unspezifische Entzündung, sondern auch das Vorliegen einer bestimmten Infektion (Syphilis, Tuberkulose, HIV, Herpes und andere) oder eine bösartige Neubildung sein kann.
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