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Der Zustand ist durch einen chronischen, erschöpfenden Verlauf gekennzeichnet, der die Lebensqualität des Patienten erheblich beeinträchtigt, da das normale Sitzen unmöglich ist.
Die häufigste Ursache (bis zu 70 % der Fälle) ist ein erlittenes geschossenes Trauma. Stürze auf das Gesäß („Landung auf dem Schwanzteil“) oder schwere Geburten mit einem großen Kind führen zu Prellungen, Bänderrissen, Subluxationen oder Brüchen von Steißbeinsegmenten. Weniger häufig sind degenerative Gelenkveränderungen oder chronische Beckenbodenspasmus die Ursache.
Die Pathogenese der Schmerzen ist eng mit der Störung der normalen Biomechanik verbunden. Normalerweise sollte sich das Steißbein beim Sitzen leicht nach vorne beugen (bis zu 20 Grad), um die Belastung abzufedern. Bei einem Trauma entwickelt sich eine pathologische Beweglichkeit (Hypermobilität) oder eine steife Fixierung des Gelenks im falschen Winkel. Dies führt zu ständiger mechanischer Reizung des Periosts und aseptischer Entzündung der sakrokokzygealen Bänder.
Das Leitsymptom ist ein akuter oder dumpfer Schmerz in der Gesäßfalte. Charakteristisch ist seine deutliche Verstärkung beim Sitzen auf harten Oberflächen und stechende Schmerzen beim Aufstehen. Lokale Schmerzen bei der Defäkation sind ebenfalls möglich.
Die Diagnostik umfasst obligatorische Palpation des Steißbeins durch das Rektum zur Einschätzung der Beweglichkeit und dynamische Röntgenaufnahmen (Vergleich von stehenden und sitzenden Bildern). Die Behandlung ist überwiegend konservativ: Verwendung von entlastenden orthopädischen Kissen, Physiotherapie und medizinische Blockaden. In resistenten Fällen erfolgt die chirurgische Entfernung des Steißbeins.
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