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Die Methode basiert auf dem pathogenetischen Prinzip des Ersatzes der verminderten oder eingestellten endogenen Sekretion von Sexualhormonen (Östrogene und Gestagene) durch exogene Analoga.
Mit dem Alter erfolgt eine Erschöpfung des Follikelapparates der Eierstöcke, was zu einem kritischen Rückgang des Estradiolspiegels und einem kompensatorischen Anstieg der Gonadotropine (FSH) führt. Östrogenrezeptoren (ER-α und ER-β) werden in vielen Geweben exprimiert: Gefäßwände, Knochen, Gehirn und Urogenitaltrakt. Ein Hormonmangel verursacht systemische vegetative Störungen (Hitzewallungen) und lokale atrophische Veränderungen.
In der Gynäkologie ist die lokale (vaginale) Therapie mit niedrigen Dosen von Estriol von besonderer Bedeutung. Das Präparat bindet selektiv an die Kernrezeptoren in der Basalschicht des Vaginalepithels, der Urethra und der Harnblasendreieck. Dies initiiert die Zellproliferation, stellt die Synthese von Kollagen und Elastin in der Submukosa wieder her, verbessert die Durchblutung (Vaskularisation) und fördert die Speicherung von intrazellulärem Glykogen.
Lokale Östrogentherapie ist der einzige evidenzbasierte Goldstandard zur Behandlung des genitourinären Menopausensyndroms (atrophische Vaginitis). Sie stellt die Dicke und Elastizität der Schleimhaut wieder her, normalisiert den pH-Wert und die Population von Laktobazillen und beseitigt Symptome wie Trockenheit, Brennen, Dyspareunie und wiederkehrende postkoitale Zystitis. Im Gegensatz zur systemischen HET sind lokale Formen sicher, werden kaum systemisch resorbiert und erhöhen nicht das Risiko von Brustkrebs oder venösen Thromboembolien.
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