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Gebärmutterhals

Auch bekannt als: Zervix

Der Gebärmutterhals (lat. cervix uteri) ist das untere, faserig-muskulöse Segment des Uterus, das zylindrisch oder konisch geformt ist und in das Lumen der Vagina hineinragt und es über den engen Zervikalkanal mit der Gebärmutterhöhle verbindet.

Ätiologie und Pathophysiologie

Der Gebärmutterhals fungiert als komplexes biologisches Ventil und immunologischer Barriere. Der Schleim des Zervikalkanals enthält Lysozym, Laktoferrin und sekretorisches IgA, schützt dadurch die sterile Gebärmutterhöhle vor aufsteigenden Infektionen. Histologisch gesehen hat der Gebärmutterhals zwei Zonen:

  1. Exozervix (vaginaler Teil): Bedeckt von einem starken, mehrschichtigen unverhornten Plattenepithel, das reich an Glykogen ist.
  2. Endozervix (Kanal): Ausgekleidet mit einschichtigem zylindrischem Epithel, das Schleim produziert. Die Übergangszone der Epithelschichten (Transformationszone) ist ein Bereich hoher mitotischer Aktivität und ein Ort, an dem der humanen Papillomavirus (HPV) persistiert, wo Dysplasie und Krebs initiiert werden.

Klinische Signifikanz

Die Entzündung des Gebärmutterhalses (Zervizitis) ist eine äußerst häufige Pathologie. Die Anatomie des Epithels bestimmt die Tropismus von Infektionen: Gonokokken und Chlamydien befallen das zylindrische Epithel des Kanals, während Herpesviren und Trichomonas das Plattenepithel des Exozervix befallen. Während der Geburt erfährt der Gebärmutterhals eine strukturelle Umstrukturierung (Glätten und Öffnung bis zu 10 cm), um den Durchgang des Fötus zu ermöglichen. Die Isthmo-zervikale Insuffizienz (Schwäche des Verschlussapparats) ist die Hauptursache für späte Fehlgeburten.

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