Dentin (lat. dentinum) ist ein hartes, kalzifiziertes Gewebe, welches das Hauptvolumen des Zahnes bildet. Es liegt unter dem Schmelz im Kronenbereich und unter dem Zement im Wurzelbereich und umschließt die Pulpahöhle sowie die Wurzelkanäle. In Bezug auf seine physikalischen Eigenschaften ist Dentin stärker als Knochen, aber elastischer als Zahnschmelz.
Dentin wird von unzähligen feinen Kanälen durchzogen. In diesen sogenannten Dentintubuli befinden sich die Ausläufer der Odontoblast-Zellen und eine spezielle Gewebsflüssigkeit. Die Präsenz dieser feinen Kanäle macht Dentin zu einem durchlässigen Gewebe, das in der Lage ist, Reize und bakterielle Giftstoffe an die Nervenenden der Pulpa zu übertragen.
Während der gesamten Lebensdauer des Zahns produzieren Odontoblasten kontinuierlich langsam Sekundärdentin, was das Volumen der Pulpahöhle verringert. Bei Reizungen an der Schmelz-Dentin-Grenze setzt die Bildung von Tertiärdentin (Reparaturdentin oder Reizdentin) ein.
Dentin und Pulpa funktionieren als einheitlicher Komplex. Die Freilegung von Dentin aufgrund von Karies, Verletzungen oder pathologischem Verschleiß verursacht eine Flüssigkeitsbewegung in den feinen Kanälen, die die Rezeptoren der Pulpa reizt und zur Zahnempfindlichkeit (Hyperästhesie) führt. Bei der Kariesbehandlung hat der Erhalt einer gesunden Dentinschicht Vorrang über der Pulpa, um die Vitalität des Zahns zu erhalten.
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