Auch bekannt als: Verlust von Mineralien, Zerstörung von Zahnschmelz, Mineralstoffauflösung
Die Demineralisation der Zähne (Lat. demineralisatio) ist der Prozess der Auswaschung anorganischer Substanzen (Calcium, Phosphat) aus den Zahnhartsubstanzen unter der Einwirkung von Säuren. Dieser Prozess ist das Anfangsstadium der Zerstörung des Zahnschmelzes und der Bildung von Kariesläsionen.
Bei neutralen pH-Werten (≈7) befinden sich die Prozesse der Demineralisation (Auflösung der Kristalle des Mineralbestandteils) und Remineralisation (partielle oder vollständige Wiederherstellung der Kristalle des Mineralbestandteils) von Zahnschmelz und Dentin im Gleichgewicht.
Der Prozess der Demineralisation überwiegt, wenn der pH-Wert an der Zahnoberfläche unter einen kritischen Wert sinkt (pH=5,2–5,5). Von Biofilmbakterien produzierte oder mit der Nahrung aufgenommene Säuren lösen Hydroxylapatitkristalle auf. In der Schmelzstruktur bilden sich Mikroporen, die ihre optischen Eigenschaften verändern und zu einem Verlust an Härte führen.
Die initiale Demineralisation erscheint als weißer matter Fleck auf der Zahnoberfläche, sichtbar bei Trocknung. In diesem Stadium wird der Prozess als reversibel angesehen: Durch rechtzeitige Eliminierung des Säurefaktors und unter Durchführung einer Remineralisierungstherapie kann der Zahnschmelz seine Dichte ohne chirurgische Behandlung wiederherstellen.
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